Im Mittelalter gab es allerley Spiele um sich die Zeit angenehm zu Verkürzen. Hier eine kleine Auswahl:

Hnefatafl

Hnefatafl ist ein anspruchsvolles Strategiespiel für zwei Personen, was bereits im Frühmittelalter, insbesondere in Skandinavien, sehr beliebt war. Man sagt heute, Hnefatafl sei das "Spiel der Wikinger". Hnefatafl wird auch liebevoll "Tafl" genannt, aber auch "Tablut".

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Mühle

Abwechselnd setzten die beiden Spieler ihre jeweils 9 Steine auf die Ecken und Schnittstellen des Spielbretts. Wer schon beim Setzten der Steine eine Mühle bilden kann (3 Steine in Reihe auf einer Linie), darf dem Gegenspieler einen Stein wegnehmen. Nachdem alle Steine gesetzt sind, wird gezogen: Man öffnet eine Mühle, um sie beim nächsten Zug wieder zu schliessen und dadurch dem Gegner einen Stein abnehmen zu können oder versucht, den Gegner an der Bildung einer Mühle zu hindern. Gezogen wird immer nur um einen Schritt auf ein freies, benachbartes Feld, das über eine Linie verbunden ist. Sobald einer der Spieler nur noch 3 Steine hat, darf er auf jedes beliebige Feld springen. Wer nur noch 2 Steine besitzt, hat verloren.

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Backgammon

Backgammon gehört heute zu den beliebtesten Spielen auf der ganzen Welt. Vor ca. 5000 Jahren entwickelte sich dieses Spiel im alten Mesopotamien. Von dort aus breitete sich die Spielidee unter vielfachen Wandlungen aus. Die ausgewogene Mischung von Strategie und Glück sowie Tempo in der Zufolge macht Backgammon für Anfänger und Profis gleichermaßen interessant. Das innen liegende Spielfeld ist nicht bedruckt sondern normalerweise eine aufwendige Intarsien-Funierarbeit.

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Senet

Dieses Spiel beherbergt 2 Spiele in enem: Senet - das Spiel der Pharaonen, ein altägyptisches Brettspiel war oft auf der anderen Seite der 20 Felder Spiele. Die Spiele wurden in Ägyptischen Gräben gefunden. Es ist über 5000 Jahre alt. 20 Felder Spiel - ein Brettspiel das bereits den Sumerern bekannt war und auch über 5000 Jahre alt ist. Es ist eine Mischung zwischen Strategie und Glücksspiel. Es werden keine Würfel verwendet sondern sogenannte Wurfhölzer, wie es früher üblich war.

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Schach

Die gängige mittelalterliche Bezeichnung für Schach ist Schachzabel. Der Name leitet sich her aus dem lateinischen "tabula" = Tisch, Brett. Eine ausführliche Beschreibung ist im "Codex Alfonso" von 1283 zu finden.

Das Schachspiel wurde wahrscheinlich in Indien erfunden, gelangte über Persien (pers. sha-mat = der König ist hilflos), wo das Regelwerk verfeinert wurde, zu den Arabern, von denen es um 1000 über Spanien und Sizilien nach Mitteleuropa weitervermittelt wurde. In Deutschland findet es seine erste Erwähnung 1050 in dem höfischen Roman "Ruodlieb". Entsprechend der höfischen Wertschätzung der hohen Frau bekam die "Dame" oder "Königin" erst im Abendland ihre überragende Rolle im Spiel; in Indien oder bei den Arabern stand dem König ein Großwesir zur Seite, der wesentlich geringere Aktionsmöglichkeiten hatte. Schach gehörte zu den ritterlichen Künsten und wurde bald zum beliebtesten Spiel der Oberschichten (Adel, Geistlichkeit, Ministerialität). Entsprechend kunstvoll waren die Spielfiguren aus Stein, Holz, Ton, Knochen, Hirschhorn, Walrosszahn, Elfenbein, Glas, Bergkristall oder Edelsteinen gearbeitet. Waren bei den Muslimen wegen des im Koran verfügten Verbots, Dinge figürlich nachzubilden, die Spielsteine abstrakt geformt, so nahmen sie im christlichen Abendland konkrete Formen an wie König, Dame,Turm, Ritter oder Bauer. Die Spielbretter waren zumeist aus Holz oder Ton. Da nicht nur um die Ehre des Gewinnens sondern auch um Hab und Gut gespielt wurde, bekam auch das Schachspiel das Odium des Verruchten.
Um 1335 wurde in Deutschland das lat. Schachbuch ("Liber de moribus hominum et de officiis nobilium ac popularium super ludo scaccorum") des ital. Dominikanermönchs Jacobus de Cessolis (um 1300) etwa zeitgleich in gereimten dt. Übersetzungen des Heinrich von Beringen und des Konrad von Ammenhausen bekannt. Dieses "Schachzabelbuch" war nicht nur eine Spielanleitung, vielmehr wurde anhand der allegorisch bewerteten Figuren die ma. Stände- und Sittenlehre illustriert. Die Bauern ("Venden") werden als Vertreter des gemeinen Volkes (populares) dargestellt, im Gegensatz zu den Vertretern der Edlen (nobiles), die als König, Königin, Richter, Ritter und Statthalter verkörpert sind. Als Venden figurierten von rechts: Bauer, Schmied, Schreiber, Kaufmann (vor dem König), Arzt (vor der Königin), Wirt, Amtmann und Gaukler. Vertreter der Geistlichkeit sind ausgespart. Während den "edlen" Figuren Eigenschaften zugeschrieben werden wie Gerechtigkeit, Weisheit, Keuschheit, Barmherzigkeit und Freigebigkeit, zeichnen sich die "gemeinen" durch Fleiß, Mäßigkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit aus. Die Exempelerzählungen und Weisheitssprüche aus Cessolis´ Schrift werden von den Bearbeitern teils ausgesponnen, teils zusammengedrängt.
Der Traktat des Jacobus wurde im 14. Jh. noch zweimal in deutsche Reimpaare übertragen, und zwar um 1355 von einem Pfarrer zu dem Hechte und vor 1375 von einem Meister Stephan; beide sind urkundlich nicht belegt. Beide Bearbeiter scheinen im Nordosten des deutschen Sprachgebiets gelebt und weder von ihren Vorgängern noch voneinander gewusst zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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